Mietrückstände durch Mietminderung


Mietrückstände die durch Mietminderung entstehen einfordern

Mietschulden-info-200Selbstverständlich weiß ein Mieter was er tut wenn er eine oder mehrere Mieten nicht bezahlt. Dies geschieht oft bewusst, wenn ein finanzieller Engpass vorliegt. Manchmal werden Mieten gekürzt, ob aus triftigem oder vermeintlichem Grund. Hier verbergen sich wieder Fallstricke für den Mieter, es ist nicht immer ganz einfach den Kürzungsbetrag in seiner Höhe korrekt einzuschätzen. Wird dieser zu hoch einbehalten, gerät er mit diesem Teil der Miete in Rückstand. In diesem Fall läuft der Mieter Gefahr seine Wohnung durch Kündigung zu verlieren. Falls der Mieter allerdings nachträglich erkennt, dass er die Miete irrtümlich gemindert hat, darf er den fehlenden Teil in voller Höhe entrichten und entgeht damit einer Kündigung.


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Realisiert ein Vermieter, dass die vom Mieter getätigte Mietminderung nicht berechtigt ist, sollte er nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und dem Mieter den Mietvertrag kündigen. Zuerst wäre es angebracht, mit dem Mieter zu reden und ihn auf seinen Irrtum bezüglich der Mietminderung hinweisen.

Aber auch wenn eine Prüfung ergibt, dass die Mietminderung ganz oder teilweise zu Unrecht erfolgt ist ergibt dies nicht zwangsweise ein Recht zur Kündigung; dazu muss der offene Betrag mindestens eine Monatsmiete übersteigen. Für die ordentlich und ebenso die fristlose Kündigung muss im Kündigungsschreiben der genaue Kündigungsgrund genannt werden.

Auf jeden Fall sollte auch bedacht werden, dass für die fehlenden Teile der Miete vom Vermieter Verzugszinsen geltend gemacht werden können.
Der Mieter seinerseits kann seinen Anspruch auf Mietminderung aufrechterhalten und trotzdem ein Mahnverfahren wegen Zahlungsverzuges vermeiden, wenn er die Mietzahlung unter Vorbehalt vornimmt. Dieser Vorbehalt sollte mit der Überweisung dem Vermieter genauestens mit Angabe des Minderungsgrundes mitgeteilt werden. Dann sollte er wegen einer eventuellen Minderung juristischen Rat einholen oder sich an den örtlichen Mieterverein wenden. Durch den Vorbehalt kann der Mieter eventuell die zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Allerdings sollte er sich mit der Angelegenheit nicht zu lange Zeit lassen, denn der Anspruch auf Rückforderung kann auch entfallen wenn der Mieter sich zu viel Zeit lässt. Aus einem vorgenommenen Zahlungsvorbehalt muss nämlich in nicht allzu ferner Zeit eine Konsequenz gezogen werden.


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Gibt es zwischen Mieter und Vermieter Differenzen darüber ob etwa die Mietminderung die sich als unberechtigt herausstellt vom Mieter schuldhaft herbeigeführt wurde ist zur Klärung oft nur vor Gericht möglich. In einem solchen Verfahren muss allerdings der Mieter beweisen, dass er ohne seine Schuld an der Mietzahlung gehindert war, dies ist häufig ein sehr schwieriges Unterfangen.

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