Mietschulden einklagen


Mietschulden einklagen und gleichzeitig Schritte auf Räumung der Wohnung einleiten

Hat der Vermieter wegen Nichtzahlung der Miete den Mietvertrag ordentlich oder fristlos gekündigt ist immer noch fraglich, ob der Mieter freiwillig auszieht. Deshalb macht es auch aus Gründen einer ökonomischen Prozessführung Sinn, die Klage wegen Zahlungsverzug auch gleich mit einer Räumungsklage zu verbinden. Dies ist in der Rechtsprechung gängig und durchaus zulässig, wenn verschiedene Faktoren wie die Zuständigkeit des Gerichtes und die Prozessart identisch ist.


Sie sind Vermieter und haben ein Problem mit offenen Mietschulden? Dann klicken Sie hier und wir wählen den für Sie effektivsten Dienstleister aus!
 


Nach dem Ende des Mietverhältnisses durch eine fristlose Kündigung ist ab dem nächsten Tag, der auf die Auflösung des Mietvertrages folgt, keine Miete mehr fällig. In der Regel ist die Mietsache zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht geräumt. Für diesen Fall sieht der Gesetzgeber eine Nutzungsentschädigung für den Vermieter vor, die in der Regel in der Höhe der bisherigen Miete üblich ist. Dieser Anspruch sollte auch gleich in die Klageerhebung mit eingebracht werden.

Gerade für Vermieter hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen in diesem Verfahren eine Sicherungsanordnung zu beantragen, dazu müssen allerdings mehrere Vorgaben erfüllt sein.

Zahlt der Mieter auch nach einem Urteil oder einem nicht widersprochenen Vollstreckungsbescheid nicht, bleibt dem Vermieter nur die Möglichkeit das Zwangsvollstreckungsverfahren zu betreiben. Dazu muss, was bei einem Urteil die Regel darstellt, der vollstreckbare Titel für vorläufig vollstreckbar erklärt worden sein, dann kann bereits vor Erlangung der Rechtskraft vollstreckt werden. Oder dem Vermieter wurde vom Gericht eine Vollstreckungsklausel erteilt. Vollstreckt werden kann auch, wenn dem Mieter das Urteil oder der Vollstreckungsbescheid bereits zugestellt wurde.
Eine Zwangsvollstreckung veranlasst naturgemäß weitere Kosten, die auch in diesem Fall der Gläubiger vorstrecken muss und die dann dem Schuldner auferlegt werden. Der zuständige Gerichtsvollzieher wird nämlich erst tätig, wenn seine Gebühren bei ihm eingegangen sind.


Offene Mietschulden? Machen Sie den ersten Schritt in Richtung Forderungsrealisierung!
 


Nun gibt es auch im Verfahren der Zwangsvollstreckung die Möglichkeit damit ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Dies ist schon deshalb sinnvoll, weil ein Inkassobüro über die Möglichkeit verfügt, die Vermögensverhältnisse des Schuldners im Vorfeld zu prüfen und dadurch festzustellen ob sich der Weg der Zwangsvollstreckung überhaupt für den Gläubiger lohnt. Eine andere Möglichkeit bietet der Gerichtsvollzieher, indem man ihn beauftragt, bei weiterer Zahlungsverweigerung, eine Vermögensauskunft des Schuldners zu erheben, in der er alle ihm gehörigen Werte und Gegenstände offenlegen muss. Hier ersieht der Gläubiger oder sein Vollstreckungsbeauftragter ganz genau ob und welche Gegenstände oder Werte mit Ertrag für ihn verwertbar sind.

Es kann also durchaus passieren, dass das Unterfangen Mietschulden einzutreiben zu einem Geduldsspiel wird. Wer hier nicht über die Nerven und Kenntnisse dazu verfügt, sollte sich professionelle Hilfe zum Beispiel bei Inkassounternehmen holen.